„Unsere Fans sollen unser Label sein!“ – Interview mit Shubangi & The Maxons

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„Wenn ihr einen Plattenvertrag wollt müsst ihr euch verändern – poppiger und angepasster werden.“, bekam die münstersche Band Shubangi & The Maxons von Vertretern bekannter Plattenfirmen zu hören. Doch diesen Ratschlag lehnte die Band dankend ab, denn ihr Sound ist ungewöhnlich und soll es auch bleiben. Mit breiten, fetten Beats, ein bisschen Hip Hop und modernem Soul zieht die junge Band die Zuhörer in ihren Bann. Hinter dem Bandnamen stecken die Sängerin Shubangi, Gitarrist Lorenz Grünewald, Bassist Alex Schorfheide, sowie Leif Berger am Schlagzeug und Frederik Timme am Keyboard. Zusätzlich werden die Musiker auf ihren Konzerten von Background-Sängerinnen und Bläsern begleitet.

Die Band besteht seit 2010 – wenn auch nicht in dieser Konstellation. Ihr erstes Album Masala Kingdom entstand im Jahr 2011 und wurde von Sascha Bühren gemastert, der auch schon mit Peter Fox gearbeitet hat. Die Band wurde schnell bekannt und gewann für ihren Hit „Jungle Queen“ sogar den ersten Platz beim deutschen Rock & Pop Preis. Danach spielten sie viele Konzerte und wuchsen sowohl als Band, als auch musikalisch zusammen. Nun soll also das zweite Album kommen.

„Ohne Fans wären wir nie da, wo wir jetzt stehen. Wir hatten immer einen engen Kontakt zu unseren Zuhörern und haben WG-Konzerte gegeben. Manchmal habe ich dabei auch für die Leute gekocht“, sagt Shubangi, die im Hauptberuf eigentlich Lehrerin ist. „Also sind wir auf die Idee gekommen unsere Platte durch Crowdfunding zu finanzieren. So sind unsere Fans direkt an der Entstehung beteiligt.“ Die Hälfte der 5000 Euro, die für das Album aufgebracht werden müssen, soll mit Unterstützung der Fans finanziert werden. Dafür hat die Band eigens ein Profil auf der Internetplattform „Start Next“ eingerichtet. Hier können die Unterstützer einen Betrag zwischen 7 und 600 Euro überweisen. Für jeden Betrag gibt es ein Dankeschön-Paket. Die Bandmitglieder zeigen dabei vollen Einsatz. Neben dem neuen Album, Jutebeutel und T-Shirt kann man Kochkurse mit Shubangi, einem Musik-Workshop mit der Band oder ein Konzert im Wohnzimmer erstehen.

Shubangi findet, dass es sich dabei um eine sehr ehrliche Art der Finanzierung handelt: „Wir können unbeeinflusst Musik machen, ohne dass uns ein dickes Business im Nacken steht.“ Bis zum 19. Februar läuft das Crowdfunding. Sollte bis dahin nicht das nötige Geld zusammen gekommen sein, erhält jeder Unterstützer natürlich seinen Anteil zurück.

Einen Eindruck von ihrem neuen Album gibt es am Samstagabend auf der Bühne im Schnabulenz in der Geiststraße. Shubangi & The Maxons spielen ab 21 Uhr mit anschließender Party. Wie viel Eintritt man zahlt bleibt übrigens jedem Besucher selbst überlassen. Alle Infos zur Veranstaltung findet ihr hier.

Ihr könnt Shubangi & The Maxons auf ihrer Startnext-Seite unterstützen. Alle Details zum Projekt gibt es in folgendem Video:

One Trackback

  • 22 Nov 2014 | Permalink | Antworten

    […] energetischen Sängerinnen und ihrer Band erschienen, zur Hälfte von den eigenen Fans finanziert (“Unsere Fans sollen unser Label sein!” – Interview mit Shubangi & The Maxons) . Vor genau einem Jahr, im November 2013, lief das Crowdfunding an – und tatsächlich bis […]

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