Farbrausch am Hafen

Die Galerie Michael Nolte am Hafenweg überrascht mit Farbintensität und Freundlichkeit. Sie stellt in monatlich wechselnden Ausstellungen zeitgenössische Künstler vor. Ein Besuch lohnt sich!

Sattes Grün und ein filigranes Spiel von Licht und Schatten locken uns ins Dickicht des Urwalds und in die Galerieräume von Michael Nolte. In direkter Hafennähe stellt derzeit Rolf Schröder-Borm unter dem Titel Tief im Dschungel seine Werke aus und bietet dem Betrachter die Möglichkeit, dem Fernweh zu frönen. Vernarrt in die Natur Süd-Ost-Asiens, zeigen seine Bilder den Dschungel, seine menschlichen und tierischen Bewohner. Doch auch einige Werke der Coesfelderin Mechtild van Ahlers aus der vorherigen Ausstellung können noch bewundert werden. Der Titel Träum weiter von Arkadien umfasst sinnliche Bilder: zarte Blüten in intensiven und pastelligen Tönen.

Hinterm weißen Oleander (2011)

Mechtild van Ahlers Hinterm weißen Oleander (2011)

 

2004 ins Leben gerufen, ist die Galerie Michael Nolte seit März diesen Jahres am Münsteraner Hafen beheimatet. „Hier haben wireine interessant zu gestaltende Ausstellungsfläche gefunden“, erklärt Dagmar Dr. Thesing aus dem Galerie-Team. Auf etwa 400qm können neben regelmäßig wechselnden, auch vorherige Ausstellungen und weitere Künstler präsentiert werden. Zudem passt die Galerie optimal in das bunte Umfeld am Kreativkai, mit Architekten und Künstlern in der Nachbarschaft.

Ausgestellt werden zeitgenössische Künstler, auf die Michael Nolte und sein Team unter anderem auf Akademie-Rundgängen und Messen aufmerksam werden. Darunter haben einige auch an der Kunstakademie in Münster studiert. „Wichtig ist uns die malerische Qualität der Bilder, also dass sie handwerklich gut gemacht sind“, erläutert Thesing. Aber auch der Stil des Künstlers ist relevant. Dabei setzt die Galerie Michael Nolte auf figurative, eher klassische Kunst.

Ein reger Austausch wird mit Galerien in Köln und München gepflegt. „Dadurch kann man den Künstlern, die man selber fördert, einen größeren Publikumsrahmen bieten und ihre Bekanntheit vergrößern“, so Thesing.

The Song is You (2010)

Nina Nolte The Song is You (2010)

 

Ab dem 2. Dezember können verschiedene Werkreihen von Nina Nolte bewundern. In der Titel gebenden Serie As time goes by setzt die Künstlerin Frauen mittleren Alters in Szene: grelles Licht und helles Blau umspielen die Figuren und werden plakativ und popartig auf die Leinwand gebracht. Dabei offenbaren die Bildtitel Gedanken, Träume und Sehnsüchte der Frauen und füllen die bisweilen heiter-kühle Atmosphäre mit Melancholie.

In der Galerie Michael Nolte ist übrigens jeder Willkommen, der sich für Kunst interessiert. „Wir wollen möglichst viele Menschen ansprechen und freuen uns immer über Besuch“, so Thesing. Na dann, auf in die Galerie!

Sarah Fenger, Elena von Roell

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