Eine Fülle von Eindrücken. 20 Jahre “Offenes Atelier”.

Diese Wochenende fand auf dem Fabrikgelände Am Hawerkamp 31 zum zwanzigsten mal die Kunstausstellung „Offenes Atelier“ statt. 50 Künstler präsentierten und verkauften hier ihre Werke auf mehreren Etagen. Das Programm war vielfältig und beeindruckte nicht nur auf visueller, sondern auch auf akustischer Ebene – denn neben Kunst gab es abends noch experimentelle Musik und andere kreative Auftritte und zu sehen und zu hören.

Ob Gemälde, Fotografie oder Skulptur – Kunstliebhabern dürfte das Herz höher geschlagen haben, denn unter der Fülle von verschiedenen Kunstwerken war für jeden etwas dabei. In den Ateliers der Künstler wird man freundlich empfangen, bei vielen bekommt man etwas zu trinken und zu essen angeboten. Die Künstler sind offen, man kann interessante Gespräche mit ihnen führen, mehr über die Intentionen ihrer Bilder erfahren und sich Inspirationen holen, vielleicht gar eigene Ideen entwickeln – oder bei Gefallen ein Werk kaufen.

Da bei dieser Ausstellung so viele Künstler waren, kann man nicht über alle etwas schreiben, aber ich möchte eine kleinen Rückblick und meine Eindrücke von dem Event wiedergeben, und einige Künstler kurz vorstellen.

 

Die Bilder von Barbara Oestreich sind hell und fröhlich, in ihnen spiegeln sich Natur, Licht und Emotion wieder.Sie spielt gerne mit Farben und will das „Licht in der Farbe“ herausholen. Aus der Natur holt sie sich ihre Inspiration, das untere Bild soll ein flirren und flimmern von Licht, zwischen dem Grün der Natur darstellen.

 

 

Christian Heek will der Figur des Menschen wieder sein Geheimnis zurückbringen, indem er sie verschwommen darstellt. Er sagt seine Bilder seien Äquivalent zur Wirklichkeit, wie zu Zeiten des Expressionismus.

 

 

Diane Schleß hat Geschichten im Kopf, die sie in ihren Bildern erzählt, in einem stellt sie z.B. einen Jungesellinnenabschied dar, mit einem Mann als Geschenk, wie Frau sich ihn vorstellt.

In einem anderen, einen Mann, der schlafend auf einem Sofa liegt und über ihm eine Wäscheleine mit Bilder die seine Lebenswünsche zeigen, von denen er träumt, nach dem Motto „Was Man(n) will“.

 

 

 

Der Zeichner Hermann Hörnschemeyer vereint in seinen Bildern Eindrücke von Innen und von Außen. Ein fantasievoller Zusammenhang aus verschiedenen Bereichen des Lebens, allerdings ohne politische Intentionen, sondern nur Ausdruck des Erlebten. Aber auch sein Hund Muzie inspiriert ihn bei seinem Zeichnungen: sie sind abgerundet, fein und ästhetisch. Er liebt den Feingeist und das Genaue, Ausgemalte.

 

 

Fazit: Ein Besuch im „Offenen Atelier“ lohnt sich auch für Nicht-Kunstkenner. Denn so eine Vielfalt von verschiedenen Künsten weckt das Interesse, denn jeder Aussteller ist hier anders und alle Werke sind individuell. Es ist beeindruckend wie die Künstler ihre Emotionen und Erlebnisse in ihnen verarbeiten und leidenschaftlich ihre Werke gestalten.

// Alina Mühlenhoff

One Comment

  • Brigitte Hessling
    13 Nov 2011 | Permalink | Antworten

    Prima Artikel mit ansprechenden Fotos! Macht neugierig.

Kommentare

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